Professionell heißt nur, dass jemand dafür bezahlt

Manchmal will man nicht glauben, was man so mitbekommt. Ein Freund hat neuerdings mit einem Verlag zu tun. Die Bude setzt tatsächlich ihre Bücher in Word und schickt das exportierte PDF an die Druckerei.

Wer schon mal versucht hat, etwas Größeres in Word zu erstellen weiß, wie viel Fummelei und Probleme das mit sich bringt. Wer sowas schon mal hat drucken lassen weiß auch, dass es irgendwie schlechter aussieht, als wenn man es mit einem richtigen Satzprogramm macht.

Wie ein Verlag auf die Idee kommt mit sowas zu arbeiten ist mir wahrlich ein Rätsel.

Die Financial Times kann nicht rechnen

Was kritische Leser der Postille schon öfter vollmundig behauptet haben bestätigt sich jetzt. Und wo könnte man die Unfähigkeit zum Rechnen auf Unterstufenniveau besser demonstrieren als auf Facebook?

Ich konnte mir ein paar handschriftliche Anmerkungen nicht verkneifen…

Das war aber auch „knifflig“. Da Journalisten und Politiker aber so weit nicht auseinander sind, wirft das ein ganz neues Licht auf den ESM und die Berichterstattung darüber.

Update: Derzeit mögen 204 Leute das Ding und 49 haben es geteilt.

„Ich mag dieses Webzeug nicht“ Teil I – MySQL

Wenn man „was mit Computern“ macht wird man über die Jahre immer wieder und wieder gefragt, ob man auch Homepages macht. Das hat nicht nur deshalb wenig mit Informatik zu tun, weil es die Anwendung in Reinform ist, wohingegen Informatik eigentlich eher eine Strukturwissenschaft ist. Fast immer läuft diese Frage auch nicht auf technisch-funktionale Aspekte, sondern auf höchstens ästhetisch-funktionale Aspekte hinaus. Es geht nicht darum, irgendein System zu entwerfen, sondern ein paar Informationen nett (und gut verdaulich) zu präsentieren. Das ist eine künstlerisch-gestalterische Aufgabe, für die es Webdesigner gibt.

Bisher habe ich mich von „typischem Webkrempel“ fern gehalten. Einerseits hat es mich nie speziell interessiert, andererseits hatte ich nie etwas, bei dem es wirklich Sinn gemacht hätte. Letzteres hat sich vor kurzem geändert und so hatte ich die Gelegenheit, mich mit einigen Dingen aus dem Bereich sehr direkt zu beschäftigen. Vor allem MySQL und PHP. Für MySQL lautet mein Fazit:

„If you think about using MySQL, consider if you shouldn’t use a database instead.“

Continue reading

Das Finanzamt hat einen gewissen Sinn für Humor

Die elektronische Steuererklärung ELSTER zu nennen offenbart ja eine gewisse Selbstironie. Zumindest für die Leute, die noch die Begrifflichkeit der „diebischen Elster“ kennen, oder sogar noch darum wissen, dass man ihre Anwesenheit früher mal als Warnung vor Gefahren deutete.

Heute ist mir aufgefallen, dass auf den Webseiten von Elster-online noch mehr solche Dinge auf ihre Entdeckung warten. Die Dateiendung der Seiten ist nicht html, nicht php und auch nicht asp oder do. Nein, es ist tax! Zum Beispiel hier: https://www.elsteronline.de/eportal/Anforderungen.tax

 

Übersetzung seiend kaputt

Ich habe mit Facebook so ziemlich genau nichts am Hut, aber manchmal führen einen Links doch dorthin. Javascript ist bei mir nur für einzelne Seiten auf einer Whitelist erlaubt, zu denen Facebook nicht gehört.

Was „eine bessere Erfahrung haben“ bedeuten soll erschließt sich mit meinen Deutschkentnissen nicht. Offensichtlich wurde hier einfach maschinell oder wörtlich das englische „have a better experience“ ins Deutsche übersetzt, wo es entstellend dumm klingt.

Und irgendwo auf der Reise ins Deutsche ist auch der eigentliche Sinn verlustig gegangen…