Pornographie in der Werbung? – Ein teures Lehrstück zur Meinungsmanipulation

Wir hatten den Spaß ja schon bei den „Raubkopien“. Weil die meisten Leute nicht in der Lage sind Sprache bewusst zu reflektieren und zwischen der Bezeichnung und der Bedeutung einfach nicht unterscheiden können, wird versucht entsprechend belegte Begriffe zu verwenden, um die damit verbundene gefühlsmäßige Einordnung auf andere Dinge zu übertragen. Bei der Raubkopie läuft es darauf hinaus, dass man denken soll, dass dem Opfer etwas durch Gewalt weggenommen wird, es einen direkten Schaden und eine direkte Schlechterstellung erfährt. So wie bei einem echten Raub dem Beraubten hinterher etwas fehlt und der Räuber die Situation eines Anderen direkt (und durch Gewaltanwendung) verschlechtert. Nur sind halt bei Raubkopien alle Schäden nur mittelbar und grundsätzlich fiktiv und Gewalt oder Drohungen werden auch nicht gebraucht, der Beraupkopierte kann das ja idR nicht einmal feststellen!

In der EU beherrscht man solche rhetorischen Taschenspielertricks natürlich auch. Schauen wir also mal kurz in ein Dokument, dessen Erstellung vermutlich so viel Geld verschlungen hat wie alle meine Leser im Jahr zusammen nicht verdienen… Continue reading

Office 2013 – jetzt wird angestrengt zurück gerudert

Da schreibe ich noch darüber, ob keinem die Klauseln in den neuen EULAs aufgefallen wären. Gut zwei Wochen später findet das Thema seinen Weg auf heise.de, mit der gleichen rechtlichen Interpretation: http://www.heise.de/newsticker/meldung/MS-Office-2013-Lizenz-auf-Gedeih-und-Verderb-an-einen-PC-gebunden-1805255.html

In der Zwischenzeit hat es wohl Wellen geschlagen und Microsoft rudert angestrengt zurück, so wie einst VMWare, denen ihr vRAM basiertes Lizenzmodell um die Ohren geflogen ist. Lustigerweise erwähnt heise hier aber nicht mehr, dass das für deutsche Anwender so oder so keine Bedeutung haben sollte: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gelockerte-Lizenzen-und-mehr-Auswahl-fuer-Microsofts-neues-Office-1817792.html

Tja, der „money grab“ ging wohl in die Hosen und hat wohl nur den Verkauf von Office 2010 Lizenzen angekurbelt…