Webinterface statt Email und Fragen der Präzision

Eigentlich heißt es ja, dass jedes Programm sich entweder so weit entwickelt, dass es E-Mails lesen kann, oder von einem Programm ersetzt wird, dass E-Mails lesen kann.  E-Mail ist aber out. Und eigentlich sollte die moderne Variante eher mit der Anbindung an Social Media zu tun haben, weil das die Rolle der E-Mail im Sinne der von den einfachen Nutzern als Kernmedium wahrgenommenen Funktionalität eingenommen hat. Da ich meiner Zeit hinterher bin, nehme ich aber lieber den nur ehemals trendigen Vorgänger – das Webinterface. Continue reading

Grüne Jugend – Stroh im Kopf und ein Brett davor

Manches ist so dumm, dass man sich eigentlich nicht dazu äußern kann ohne direkt beleidigend zu werden oder zu Straftaten aufzurufen. Die Jugendorganisation der Grünen macht es einem wirklich schwer, die Grenze zur Schmähkritik nicht zu überschreiten. Ist es eigentlich schon Terrorismus, wenn man sich nicht ins Knie schießt sondern direkt an jedes einen Sprengsatz bindet? Continue reading

„Ich nehme diesen Preis nicht an!“

Marcel Reich Ranicki ist tot. Und was ich mit diesem Mann verbinde ist, als mäßig intellektueller Zeitgenosse, der nur knapp ein Fünftel seines literarischen Kanons, und nicht immer freiwillig, gelesen hat, vor allem seine Ablehnung des deutschen Fernsehpreises für sein Lebenswerk. Daher war mein erster Gedanke nach der Meldung auch der daran, wie Reich Ranicki in seinem Schlafzimmer von einem Mann in einer dunklen, weiten Kutte besucht wird, dem er, als er die Hand nach ihm ausstreckt, sagt: „Ich nehme diesen Preis nicht an!“.

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Der Innovationspreis der Gesellschaft für Informatik – Satire?

Mit der Gesellschaft für Informatik habe ich mich noch kaum beschäftigt, aber durch irgend etwas, dass ich gut fände, sind die mir noch nicht aufgefallen. Jetzt haben sie wieder irgend einen dümmlichen Innovationspreis vergeben der eigentlich nur zeigt, dass wir hier keine Innovation haben.

Die tolle Wurfkamera ist, so weit ich das ersehen kann, nennenswert jünger als eine Menge vergleichbarer Ideen. Als Beschleunigungssensoren für die Bastelmikrocontroller à la Arduino verfügbar wurden, haben ziemlich schnell die ersten Leute Kameras in irgend etwas Weiches gepackt, an den Auslöser einen Mikrocontroller mit Beschleunigungssensor gehängt und dann an ausgelöst, wenn das Ding ungefähr seinen höchsten Punkt hatte. Gleich eine ganze Hand voll Kameras einzubauen ist natürlich nett, aber den Schritt will ich nicht Innovation nennen, wenn das eigentliche Prinzip bereits von Hobbyisten benutzt wurde.

Der Hammer ist aber Tinnitracks. Um bestimmte Frequenzen aus Musik zu filtern benutzt man jetzt keinen billigen, programmierbaren DSP mehr als Equalizer und schreibt nicht einfach eine App für das Smartphone. Nein, um MP3s bestimmter Frequenzen zu berauben schreibt man auch keine Software, die sie kurzerhand lokal umwandelt – das wäre viel zu simpel. Man muss den ganzen Kram in die Cloud laden und kann dann die bereinigte Musik herunterladen.

Warum macht man so eine Scheiße? Na, klar, weil man so den Leuten für die Funktion eines Centbauteils oder einer Standardfunktion jedes Shareware Audioeditors richtig tief in die Tasche greifen kann. Über 500 Euro im Jahr für einen Equalizer.

Und ja, meine Damen und Herren, dafür gibt es einen Innovationspreis der Gesellschaft für Informatik. Bei den Ansprüchen möchte man fast an den Fachkräftemangel glauben.

Stromverbrauchsmessung – Ein Informatiker läuft Amok

Die Frage danach, was im Haushalt wie viel Strom verbraucht, stößt bei mir auf ganz besonderes Interesse. Jetzt könnte man sich damit zufrieden geben, alle Nase lang mal auf den Zähler zu schauen und vielleicht eine kleine Exceltabelle dazu anzulegen.  Das wird meinem Hang zu ausufernden Lösungen ganz im Sinne der Definition des Wortes „Overengineering“ nicht ganz gerecht. Ein Projekt ist so lange nicht abgeschlossen, bis es eine eigene VM hat und eine relationale Datenbank – oder so ähnlichContinue reading