Der Kapitalismus fängt an, an seinen Kindern zu nagen

Man sagt ja gerne, dass – wenn man politisch lange genug nach links wandert – man am Ende rechts wieder rauskommt. Das ist die Vorstellung von politischer Ausrichtung als einer Art zyklischer Gruppe, die mir so falsch nicht zu sein scheint. Allein die Frage nach dem erzeugenden Element scheint mir nicht so ganz klar beantwortet. Ich glaube allerdings, dass es mit Kapitalismus und Sozialismus ähnlich aussieht und man bei genug Kapitalismus der Form, wie sie in Mode ist, man wieder in einer Art abstrusem Sozialismus landet.

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Es ist etwas faul, im Lande Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg sollen der Biologieunterricht und weitere naturwissenschaftliche Fächer abgeschafft werden.

So schreibt zumindest sinngemäß die Welt. Darüber kann man sich fürchterlich aufregen, weil das eine völlig hanebüchene Idee ist. Das hatte ich eigentlich auch vor. Aber wenn man wirklich wissen will, worüber man sich genau aufregt, zeichnet sich ein auf andere Weise trübes Bild.

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Grüne Jugend – Stroh im Kopf und ein Brett davor

Manches ist so dumm, dass man sich eigentlich nicht dazu äußern kann ohne direkt beleidigend zu werden oder zu Straftaten aufzurufen. Die Jugendorganisation der Grünen macht es einem wirklich schwer, die Grenze zur Schmähkritik nicht zu überschreiten. Ist es eigentlich schon Terrorismus, wenn man sich nicht ins Knie schießt sondern direkt an jedes einen Sprengsatz bindet? Continue reading

Der Innovationspreis der Gesellschaft für Informatik – Satire?

Mit der Gesellschaft für Informatik habe ich mich noch kaum beschäftigt, aber durch irgend etwas, dass ich gut fände, sind die mir noch nicht aufgefallen. Jetzt haben sie wieder irgend einen dümmlichen Innovationspreis vergeben der eigentlich nur zeigt, dass wir hier keine Innovation haben.

Die tolle Wurfkamera ist, so weit ich das ersehen kann, nennenswert jünger als eine Menge vergleichbarer Ideen. Als Beschleunigungssensoren für die Bastelmikrocontroller à la Arduino verfügbar wurden, haben ziemlich schnell die ersten Leute Kameras in irgend etwas Weiches gepackt, an den Auslöser einen Mikrocontroller mit Beschleunigungssensor gehängt und dann an ausgelöst, wenn das Ding ungefähr seinen höchsten Punkt hatte. Gleich eine ganze Hand voll Kameras einzubauen ist natürlich nett, aber den Schritt will ich nicht Innovation nennen, wenn das eigentliche Prinzip bereits von Hobbyisten benutzt wurde.

Der Hammer ist aber Tinnitracks. Um bestimmte Frequenzen aus Musik zu filtern benutzt man jetzt keinen billigen, programmierbaren DSP mehr als Equalizer und schreibt nicht einfach eine App für das Smartphone. Nein, um MP3s bestimmter Frequenzen zu berauben schreibt man auch keine Software, die sie kurzerhand lokal umwandelt – das wäre viel zu simpel. Man muss den ganzen Kram in die Cloud laden und kann dann die bereinigte Musik herunterladen.

Warum macht man so eine Scheiße? Na, klar, weil man so den Leuten für die Funktion eines Centbauteils oder einer Standardfunktion jedes Shareware Audioeditors richtig tief in die Tasche greifen kann. Über 500 Euro im Jahr für einen Equalizer.

Und ja, meine Damen und Herren, dafür gibt es einen Innovationspreis der Gesellschaft für Informatik. Bei den Ansprüchen möchte man fast an den Fachkräftemangel glauben.

Selig sind die, die da geistig arm sind

Eines der schönen Dinge am Internet ist, dass man fast ohne Aufwand Einblick in Subkulturen und Branchen gewinnen kann, mit denen man sonst kaum in Kontakt kommt oder die man lieber gleich meiden würde. Zu letzteren zählt eindeutig die Gruppe der Großstadtkinder, die in ihrem Leben noch nie einer vernünftigen Tätigkeit nachgegangen sind und ihre Zeit damit verbringen sich gegenseitig zu bestätigen wie toll sie sind und in ihrer, meist von den Eltern fremdfinanzierten, Blase der Überheblichkeit glauben, dass ihre Geistlosigkeiten für die Welt wertvoll seien, nur weil sie in ihrer Einfalt nichts anderes kennen. Ja, ich spreche von dem, was man heute den gemeinen Hipster nennen könnte. Bildblog führte mich da kürzlich auf einen Artikel, der einen Einblick in das Denken und die Selbstwahrnehmung der „Kreativen“ in Berlin bietet, der aus meiner Sicht Abgründe aufzeigt. Er handelt von „Armut als Lebensstil“ und beschreibt die „prekäre“ Situation der eigentlich nur geistig Armen, die irgendwie so ihr Leben in Berlin bestreiten.

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